Krebsvorsorge

Krebsvorsorge

Krebs früh erkennen

Krebsfrüherkennung – häufig auch Krebsvorsorge genannt – kann Krebsvorstufen und Erkrankungen erkennen, bevor Beschwerden entstehen. Welche Untersuchungen vorgesehen sind und in welchen Abständen sie stattfinden, richtet sich vor allem nach dem Alter.

Wählen Sie die Altersgruppe aus, die auf Sie zutrifft. Dort finden Sie die wichtigsten gynäkologischen Früherkennungsuntersuchungen sowie die Angebote zur Darmkrebsfrüherkennung.

Die Angaben gelten für Frauen ohne Beschwerden und ohne bekanntes erhöhtes Krebsrisiko. Bei auffälligen Veränderungen oder einer persönlichen beziehungsweise familiären Vorbelastung können unabhängig vom Alter und von den regulären Zeitabständen weitere Untersuchungen notwendig sein. Bitte sprechen Sie uns in diesem Fall direkt an.

Hinweis zur Kostenübernahme: Die Übersicht orientiert sich am gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramm. Bei privat versicherten Frauen richtet sich die Erstattung nach dem individuellen Tarif. Über zusätzliche Untersuchungen, ihren möglichen Nutzen, ihre Grenzen und die entstehenden Kosten informieren wir Sie vorab.

Ausblick: Das Mammographie-Screening soll voraussichtlich ab dem 1. August 2027 auch Frauen von 45 bis 49 Jahren offenstehen. Der G-BA hat die Erweiterung beschlossen; sie ist noch nicht in Kraft. Bis dahin gilt das reguläre Angebot für Frauen von 50 bis 75 Jahren.

Play Video
Hände beim Abtasten der Brust

Welche Vorsorgeuntersuchungen stehen an?

Einmal jährlich:

  • Gespräch über Beschwerden und Veränderungen
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Pap-Abstrich vom Gebärmutterhals

Einmal jährlich:

  • Gespräch über Beschwerden und Veränderungen
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Pap-Abstrich vom Gebärmutterhals
  • Abtasten von Brust und Achselhöhlen
  • Hinweise zur Selbstbeobachtung der Brust
35 bis 49 Jahre

Einmal jährlich:

  • Gespräch über Beschwerden und Veränderungen
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Abtasten von Brust und Achselhöhlen

Alle drei Jahre:

  • Pap-Abstrich und HPV-Test als kombinierter Ko-Test

In den beiden Jahren zwischen den Ko-Tests bleibt die jährliche gynäkologische Untersuchung bestehen. Auffällige Ergebnisse werden gezielt weiter abgeklärt.

Einmal jährlich:

  • Gespräch über Beschwerden und Veränderungen
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Abtasten von Brust und Achselhöhlen

Alle drei Jahre:

  • Pap-Abstrich und HPV-Test als kombinierter Ko-Test

Alle zwei Jahre:

  • Mammographie-Screening
  • Alternativ zur Darmspiegelung: Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl, sogenannter iFOBT

Zur Darmkrebsfrüherkennung können Sie ab 50 zwischen zwei Möglichkeiten wählen:

  • Stuhltest alle zwei Jahre
  • Maximal zwei Darmspiegelungen im Abstand von mindestens zehn Jahren. Erfolgt die erste Früherkennungsspiegelung ab 65 Jahren, ist keine zweite im regulären Programm vorgesehen.

Einmal jährlich:

  • Gespräch über Beschwerden und Veränderungen
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Abtasten von Brust und Achselhöhlen

Alle drei Jahre:

– Pap-Abstrich und HPV-Test als kombinierter Ko-Test

Für die Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung gibt es keine obere Altersgrenze.

Das reguläre Mammographie-Screening endet mit dem 76. Geburtstag. Bei Beschwerden oder erhöhtem Brustkrebsrisiko sind weiterhin gezielte Untersuchungen möglich.

Welche Darmkrebsfrüherkennung im höheren Lebensalter sinnvoll ist, besprechen wir individuell mit Ihnen.

Die Brust richtig abtasten

Wenn Sie Ihre Brust regelmäßig ansehen und abtasten, lernen Sie sie besser kennen und können Veränderungen bemerken. Eine Selbstuntersuchung ersetzt die ärztliche Untersuchung und das Mammographie-Screening nicht. Ein Nutzen für die Senkung der Brustkrebssterblichkeit ist für das Selbstabtasten allein nicht nachgewiesen. Lassen Sie neue Knoten, Einziehungen oder andere auffällige Veränderungen zeitnah ärztlich abklären.

Wie Sie Ihre Brust abtasten und worauf Sie dabei achten können, zeigt dieses YouTube-Video der Klinikgruppe Hirslanden.

Play Video