Feindiagnostik / Organscreening

Feindiagnostik

Fehlbildungsschall, Feindiagnostik, Organultraschall...

Fehlbildungsschall, Feindiagnostik, Organultraschall...

Es gibt viele Bezeichnungen für die pränatale Ultraschall-Feindiagnostik. Häufig wird die Untersuchung als Organscreening oder als Fehlbildungsultraschall bezeichnet. Es handelt sich um eine spezielle Ultraschall-Untersuchung, mit der viele organische Fehlbildungen des ungeborenen Kindes erkannt werden können. Ein unauffälliger Befund schließt jedoch nicht alle Fehlbildungen oder Erkrankungen aus. Neben speziellen Geräten erfordert die Untersuchung viel Erfahrung und eine spezielle Qualifikation der untersuchenden Ärzte.

In unserer Praxis werden Ultraschall-Feindiagnostik Untersuchungen von erfahrenen Ärzten durchgeführt, die jeweils von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) für diese Untersuchung zertifiziert wurden. Auf dieser Seite versuchen wir einige Fragen, die Sie vielleicht zum Thema Ultraschall-Feindiagnostik haben zu beantworten und möchten Ihnen unsere Ärzte für Pränataldiagnostik vorstellen.

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Häufige Fragen

Für wen ist eine Feindiagnostik sinnvoll?

Bei bestimmten medizinischen Indikationen ist ein Organ-Screening sehr sinnvoll. Zu diesen Gründen zählen:

  • Auffälligkeiten in den Basis-Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Mutterschaftsrichtlinie
  • Probleme wie zum Beispiel bestimmte Infektionen während des frühen Schwangerschaftsverlaufes
  • Bestimmte Medikamente, die von der Mutter während der Frühschwangerschaft eingenommen wurden
  • Eine familiäre Belastung mit vererbbaren Erkrankungen
  • Intensive Röntgen- oder Strahlenbehandlungen während der Schwangerschaft
  • Paare, die bereits ein erkranktes Kind geboren haben
  • Einige Vorerkrankungen der Mutter (z.B. Diabetes Mellitus), die sich negativ auf die Entwicklung des Kindes auwirken können

In der Regel entscheiden Sie zusammen mit Ihrem Frauenarzt, ob in Ihrem individuellen Fall eine Feindiagnostik-Untersuchung notwendig ist. Falls Sie weitere Beratung benötigen, schreiben Sie uns gerne eine Mail oder machen Sie einen Termin bei einem unserer Ärzte aus.

Eine frühe Ultraschall-Feindiagnostik kann zwischen 11+0 und 13+6 Schwangerschaftswochen erfolgen, also in der 12. bis 14. Schwangerschaftswoche. Sie ersetzt nicht die spätere ausführliche Organuntersuchung. Diese wird in der Regel in der 19. bis 22. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Bei einer besonderen Fragestellung kann ein anderer Zeitpunkt sinnvoll sein.

Bei einer entsprechenden medizinischen Indikation nach der Mutterschafts-Richtlinie ist die Feindiagnostik eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Ihr betreuender Frauenarzt prüft, ob diese Voraussetzungen bei Ihnen vorliegen.

Ohne entsprechende Kassenindikation kann die Untersuchung als Selbstzahlerleistung erfolgen. Bei privater Versicherung richtet sich die Erstattung nach dem individuellen Tarif. Mögliche Kosten sollten vor der Untersuchung geklärt werden.

Ultraschall Feindiagnostik Untersuchungen unterscheidet sich in ihrem Ablauf von den normalen Ultraschall-Basisuntersuchungen im Rahmen der Mutterschaftsrichtlinie, da mehr und genauer untersucht wird.

Um festzustellen, ob sich Ihr Kind regelrecht entwickelt, wird Ihr Kind von Kopf bis zu den Füßen gründlich untersucht. Neben dem äußeren Erscheinungsbild und dem Knochengerüst werden die inneren Organe, das Gehirn und das Herz gründlich untersucht. Daneben kontrollieren wir die Entwicklung der Plazenta und der Nabelschnur um Hinweise auf Fehlentwicklungen zu erkennen.

Die Aussagekraft der Ultraschalldiagnostik wird sowohl vom Untersuchungszeitpunkt als auch von den aktuellen Untersuchungsbedingungen beeinflusst. Trotz bester Gerätetechnologie, höchster Sorgfalt und großer Erfahrung der Untersucher können nie alle Fehlbildungen und Veränderungen des Ungeborenen vorgeburtlich erkannt werden. 

Sollten wir während der Untersuchung eine Erkrankung oder Fehlbildung Ihres Kindes feststellen, lassen wir Sie mit dem Ergebnis nicht alleine. Es ist uns sehr wichtig, Ihnen in dieser Belastungssituation beiseite zu stehen. Gemeinsam können wir mit Ihnen und Ihrem betreuenden Frauenarzt nach den besten Behandlungsmöglichkeiten für Sie und Ihr ungeborenes Kind suchen und die richtigen Konsequenzen für Ihren weiteren Schwangerschaftsverlauf ableiten.

Durch eine frühe Diagnose können einige Erkrankungen des Feten teilweise sogar im Mutterleib therapiert werden. Darüber hinaus kann der beste Geburtsweg, Geburtsort und Geburtszeitpunkt gewählt werden, um eine optimale Versorgung Ihres Kindes zu gewährleisten.

Bitte bringen Sie Ihren Mutterpass und wichtige Vorbefunde mit zur Untersuchung!​

Unsere Pränataldiagnostiker

Was bedeutet DEGUM II?

Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) zertifiziert die pränatale Ultraschalldiagnostik in mehreren Qualifikationsstufen. Die Stufe II steht für besondere Erfahrung in der weiterführenden Diagnostik und in der Beurteilung auffälliger Befunde. Für die Zertifizierung sind dokumentierte Untersuchungen, Fortbildungen und eine Prüfung erforderlich; die Qualifikation wird regelmäßig überprüft.

Für eine aussagekräftige Feindiagnostik sind sowohl die Erfahrung des Untersuchers als auch eine geeignete Geräteausstattung wichtig. Die Untersuchung wird in spezialisierten Praxen und Kliniken angeboten.