Hormon-Sprechstunde &
Kinderwunsch

Hormon-Sprechstunde & Kinderwunsch

Hormonelle Probleme kommen in jedem Alter vor

Hormonelle Störungen können Frauen in verschiedenen Lebensphasen betreffen. Sie können Zyklusunregelmäßigkeiten verursachen und die Ursache für unerfüllten Kinderwunsch sein. In höherem Alter verursachen die Wechseljahre eine hormonelle Umstellung, die mit Hitzewallungen und Trockenheit im Bereich der Scheide in Zusammenhang steht und Knochenprobleme verursachen kann.

In unserer Hormonsprechstunde betreuen wir junge Mädchen und Frauen mit hormonellen Problemen. Dabei arbeiten wir eng mit spezialisierten endokrinologischen Zentren zusammen. Rolf und Martina Englisch haben die zertifizierte Weiterbildung zum Hormon- und Stoffwechseltherapeuten des CMI abgeschlossen. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einen Überblick über einige Erkrankungen geben, die mit Hormonstörungen im Zusammenhang stehen. Falls Sie an hormonellen Problemen leiden, machen Sie gerne einen Termin bei einem unserer Ärzte aus.

Häufige hormonelle Erkrankungen

Ungewollte Kinderlosigkeit

Ungewollte Kinderlosigkeit kann erheblichen Leidensdruck verursachen und eine große Belastung für betroffene Paare sein. Wenn bei regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr nach zwölf Monaten keine Schwangerschaft eingetreten ist, ist eine Abklärung sinnvoll. Ab 35 Jahren empfehlen wir diese bereits nach sechs Monaten. Bei unregelmäßigen oder ausbleibenden Blutungen, bekannten Erkrankungen oder einem Alter über 40 Jahren sollten Sie sich früher beraten lassen.

Je nach Ihrer Vorgeschichte bieten wir in unserer Praxis folgende Untersuchungen an:

  • Gezielte Hormonuntersuchungen können Hinweise auf Störungen des Zyklus und der Eierstockfunktion geben. Ein einzelner Hormonwert kann die persönliche Chance auf eine Schwangerschaft nicht zuverlässig vorhersagen.
  • Mit Ultraschall können wir die Eierstöcke, die Gebärmutter und die Reifung eines Eibläschens beurteilen.

Die Abklärung des Partners sollte parallel erfolgen, in der Regel mit einer Untersuchung der Samenqualität beim Urologen oder Andrologen. Je nach Befund besprechen wir weitere Untersuchungen, etwa der Eileiterdurchgängigkeit, und die Zusammenarbeit mit einem Kinderwunschzentrum.

Die Pubertät ist für jedes Mädchen der Wechsel in eine neue Lebensphase. Dieser Übergang vom Kind zur Frau geht mit zahlreichen körperlichen und emotionalen Veränderungen einher. Die Hormone werden in den ersten beiden Jahren nach der ersten Blutung noch nicht regelmäßig ausgeschüttet. So kommen Zyklusunregelmäßigkeiten in dieser Phase häufig vor. Bei all den Veränderungen hast Du bestimmt viele Fragen: Ist meine Blutung normal oder muss ich zum Frauenarzt? Ist meine körperliche Entwicklung altersentsprechend? Vielleicht hast Du auch einen Freund und brauchst ein Verhütungsmittel?

Vorübergehende Zyklusunregelmäßigkeiten sind nach der ersten Regelblutung häufig. Wenn die Blutung sehr stark ist, Beschwerden verursacht oder länger als drei Monate ausbleibt, solltest Du das ärztlich abklären lassen. Auch anhaltend unregelmäßige Zyklen oder schwere Akne können Anlass für eine Untersuchung sein. Vereinbare dafür gerne einen Termin in unserer Sprechstunde.

Das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) ist eine häufige Hormon- und Stoffwechselstörung. Mögliche Zeichen sind unregelmäßige oder ausbleibende Blutungen, Akne, verstärkte Körperbehaarung und Haarausfall. Im Ultraschall können viele kleine Eibläschen (Follikel) sichtbar sein; damit sind keine krankhaften Zysten gemeint. Ein solches Ultraschallbild allein beweist kein PCOS. Für die Diagnose werden Zyklus, Beschwerden und Hormonbefunde gemeinsam beurteilt und andere Ursachen ausgeschlossen, etwa Schilddrüsenstörungen. Bei Jugendlichen gelten besondere Diagnosekriterien.

PCOS kann auch bei normalem Körpergewicht auftreten. Das Risiko für Störungen des Zuckerstoffwechsels und Typ-2-Diabetes ist erhöht. Die Behandlung richtet sich nach Ihren Beschwerden und danach, ob Sie schwanger werden möchten. Bewegung und ausgewogene Ernährung sind unabhängig vom Gewicht hilfreich. Bei Übergewicht kann eine gemeinsam geplante Gewichtsabnahme unterstützen; sie ist kein allgemeines Therapieziel für jede Frau mit PCOS. Je nach Situation kommen Medikamente zur Zyklusregulierung, gegen Beschwerden durch erhöhte männliche Hormone oder zur Förderung des Eisprungs bei Kinderwunsch infrage.

Die Wechseljahre sind eine natürliche hormonelle Umstellung. Die Funktion der Eierstöcke verändert sich und die Bildung von Östrogenen nimmt ab. Mögliche Beschwerden sind unregelmäßige Blutungen, Hitzewallungen, Schlafstörungen und Scheidentrockenheit. Art, Stärke und Dauer sind individuell sehr unterschiedlich; nicht jede Frau benötigt eine Behandlung.

Welche Behandlung passt, entscheiden wir gemeinsam anhand Ihrer Beschwerden, Wünsche und persönlichen Risiken. Eine Hormontherapie kann insbesondere Hitzewallungen wirksam lindern. Bei vorhandener Gebärmutter wird eine systemische Östrogentherapie in der Regel mit einem Gestagen zum Schutz der Gebärmutterschleimhaut kombiniert. Bei Scheidentrockenheit kommen auch lokale Behandlungen infrage. Nicht hormonelle Möglichkeiten besprechen wir ebenfalls. Pflanzliche Präparate sind keine notwendige Vorstufe einer Hormontherapie; auch ihre Wirksamkeit, Risiken und Wechselwirkungen müssen berücksichtigt werden. Eine Hormontherapie dient nicht pauschal der allgemeinen Gesundheitsvorsorge. In einem persönlichen Beratungsgespräch helfen wir Ihnen, die passende Behandlung zu finden.

Qualifikation unserer Ärzte

Rolf und Martina Englisch haben die Zusatzausbildung des Instituts für zertifizierte medizinische Information und Fortbildung e.V. bereits im Jahr 2005 abgeschlossen. Darüber hinaus bilden sie sich regelmäßig fort, um Sie auch weiterhin nach dem aktuellen medizinischen Forschungsstand zu beraten.

cmi – Institut für certificierte medizinische Information und Fortbildung e. V.